Störungen aus dem Stromnetz

  • Jo Moin ! Ich bin mir ziemlich sicher das die meisten und schlimmsten Störungen aus dem Netz kommen , PLC ist zum Glück nicht dabei aber dafür genug andere . Ich wäre schon froh die übelsten davon irgenwie `auszuschalten `! Die Frage ist nur , was wäre die effektivste Methode ?

  • Hallo ! Hat jemand Tipps wie ich Störungen aus dem Stromnetz beseitigen kann ( Stichwort, Ferrite / Netzfilter !? ) , was hilft am besten ?

    Danke im vorraus !,

    Gerät mit Batterie betreiben.


    Falls Störungen noch vorhanden vermute ich Störungen aus der Umgebung (Schaltnetzteile, LED Lampen, Induktionsherde, PLC usw.)


    In alten ATX-Netzteilen aus PCs gab es früher Netzfilter ( Kaltgeräteanschluß ), die verwende ich ab und zu bei Störquellen.


    z.B.:

    NC 2003: Entstörfilter, 6 A, C14 bei reichelt elektronik

  • Ein einfacher Netzfilter nützt nicht viel. Er sollte zwei Kreise mindestens haben. Ich hatte hier Probleme, als hier ein kleines Kraftwerk ans Netz ging. Den Rest gab noch eine Solaranlage aus der Nachbarschaft.

    An meinen Netzfilter hängen die Studiogeräte und die Empfänger. Wir hatten auch auf der Bühne Netzfilter für die PA benutzt.

    Dadurch unterdrückt man ja nicht nur die HF, sondern auch die Störungen durch Lichtschalter. Man sollte da schon mit über 100 Euro für einen gescheiten rechnen. Bei meinen kostete alleine die fertig bestückte Platine schon 89 Euro. Der ist seit 3 Jahren nun schon im Betrieb .

  • Ok , Danke für deine Antwort und die Bilder , klar ist natürlich das man von billigen Netzfiltern keine Wunder erwarten darf , werde es aber trotzdem mal versuchen , ich weiß es gibt als Alternative auch noch sog. Ringkernferrite ( in versch. Ausführungen ) zum einschleifen in die Netzleitung , aber da kann man auch viel falsch machen , ich werde mich mal schlau machen !^^

    Danke für Deine Tipps !

    LG,

    manfred

  • Hallo Manfred,

    Störungen aus dem Netz kenne ich aus meiner Stadtwohnung. Wahrscheinlich ist da sogar der Schutzleiter "versaut". Mein Collins (Schutzklasse 1) spielte mit abgezogenem Stecker deutlich sauberer. Ein kleiner Weltempfänger mit Steckernetzteil ist deulich pflegeleichter. Batterie- bzw Akkubetreib ist aber, wenn möglich, das beste in so einem Fall. Wenn man dann noch eine Rahmenantenne benutzt, ist schon viel gewonnen.


    In meinem Haus ist alles "sauber" und - letztens herausgefunden: der Schutzleiter komplett separat lokal geerdet. Mit Collins und Heliradio RK88 sauberer DX Empfang.


    Gruß

    Christian

  • Hallo Christian und ein frohes neues Jahr ! Mein Empfänger ist ein NRD 525 mit einem dicken dreiadrigem Netzkabel , ich weiß nicht ob man den Schutzleiter einfach so abklemmen kann bzw. sollte . Eine Maßnahme wäre evt. noch ein oderzwei Ringkernferrite in die Netzleintung einzuschleifen . Die massivste Störung kommt sehr wahrscheinlich aus der Wohnung meines Vermietrers , da bin ich mir ziemlich sicher ( irgend ein defektes Gerät vermute ich ) .

    LG,

    manfred

  • Hallo Manfred,

    ich wünsche dir auch alles Gute - und störungsfreien Empfang! Du hast ja ein schönes Radio :) JRC hat den typisch japanisch-perfektionistischen Qualitätsanspruch, auch als Bauteil-Lieferant (ich habe auf Arbeit manchmal damit zu tun).


    Netz verdrosseln (incl. Schutzleiter) ist eine Möglichkeit, die Störung loszuwerden. Dabei kann man bei der recht geringen Leistungsaufnahme (bedeutet: Sättigung ist kein Thema) auch gut drei Einzeldrosseln verwenden, ggf. mit unterschiedlichen Eigenresonanzen. Sabrina hat gezeigt, welchen Aufwand man da u.U. treiben muß.


    Anderer Versuch: Hast du (leihweise) einen Trenntrafo greifbar? Evtl. löst der das Problem, weil du dann unabhängig vom Stromnetz "sauber" erden kannst.


    Die Möglichkeit "Batteriebetrieb" bietet der Empfänger - im Gegensatz zu meinem Collins - zum Glück auch noch. Dann wäre die überschaubare Investition ein USV-Akku und ein kleines Ladegerät aus dem "Mopeten-Fachhandel".


    Weiterer Nutzen der Akku-Variante: Die Freiheit, den Empfänger auch mal im z.B. im Park einsetzen zu können. Das mache ich im Sommer in der Stadt manchmal, denn dann ist der Fernempfang mit Rahmen fast so gut wie in der heimischen "Hütte" am Langdraht. Mit Langdraht auf dem Balkon von Stadtwohnungen habe ich dagegen leider nur schlechte Erfahrungen. Den Ramen habe ich hier vorgestellt und soweit beschrieben, daß es zum Nachbau ausreichen sollte: RE: Eure Radios...


    Viele Grüße

    Christian

  • Hallo Christian ! Danke für die netten Wünsche , die gehen natürlich zurück ! Mein NRD 525 ist jetzt gut 31 Jahre alt , also Januar 1991gekauft und seit dem fast jeden Tag in Betrieb , funktioniert noch alles dran . Ich meiner Küche steht aber noch ein Breitbandscanner , ein Fairhaven RD 500 und an beiden Empfängern sind reine Indoor-antennen angeschlossen ( hat aber nicht bur Nachteile ! ) . Um die Störungen in den ` Griff zu kriegen ` , habe ich ja noch diverse Möglichkeiten , ich denke das Problem werde ich auf die eine oder andere Art lösen !

    LG,

    manfred

  • Moin Zusammen!


    Ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Ich habe auch Störungen auf dem Stromnetz aaaber nicht beim Empfang.

    Nein, bei meiner Audiotechnik. Da ist mir seit Anfang an wo ich hier wohne in dieser Wohnung folgendes Phänomen aufgefallen :


    Sporadisch gibt es in meinem Mischpult ein ekeliges Brummen und das auf jedem Kanal, zwar leise aber es ist da.

    Ganz gut kann man es auf den Mikrofon Kanälen hören. Es ist da aber kein Brummen, sondern mehr so ein fiepsen mit Brummen hinterlegt.


    Kurios : es tritt sporadisch auf. Es gibt also Zeiten da ist alles sauber auch bei voller Verstärkung. Also kommt es nicht vom Mischpult. Ich hatte das Mischpult auch schon mal mit selben Setting beim Kollegen stehen und dort gab es über Tage dieses Phänomen nicht.


    Wir waren die ganze Zeit am überlegen woran es liegt denn bei Aufnahmen hört man es doch schon deutlich bei stillen Passagen. Und sind auf einen Hinweis gestoßen : Das Stromnetz!


    Seine Komplette verkabelung ist nämlich erneuert worden, also Erdung und Nullleiter korrekt verkabelt. Meine Wohnung ist aus den 50ern und daher ist damit zu rechnen das man die Erdung auf den Nullleiter gelegt hat weil das damals üblich war.


    Mir ist auch aufgefallen wenn ich im CB Bereich Funke Höre ich diese Störgeräusche viel stärker im der Zeit wo ich Sende. Alles sehr Kurios. Ich denke wenn man bei mir die komplette Elektronik neu macht oder vernünftig verkabelt habe ich dieses Problem wohl nicht mehr. Ich gehe davon aus das verschiedene Elektrogeräte ins Stromnetz stören und durch die falsche Verkabelung sich diese Ströme nicht entladen und somit man diese Ströme dann im Mischpult hört.


    Soweit meine Theorie.


    An sich ein sehr interessantes Phänomen, auch wenn es nervig ist ist es doch schon interessant was es alles für Umstände gibt.

    Standort --> Ostfriesland


    UKW & DAB(+) -->

    Sony XDR-S41D und S40DBP | Pioneer DEH-X6500DAB & X6700| Panasonic SA-PMX70B | TechniSat DigitRadio 210 | Soundmaster UR 170 WE | LG Stylus 2 | Pioneer MVH-290DAB


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  • Ja Hallo erstmal und ein herzliches Moin hier aus dem Ruhrgebiet ( Mülheim a.d. Ruhr ) !^^ Es darf natürlich jeder seinen `Senf `dazu geben und es gab ja auch schon Lösungsvorschläge hier im Thread für Störungen aus dem Stromnetz . Die möglichen Störungsquellen sind ja ganz unterschiedlich und diese zu finden bzw. zu lokalisieren manchmal fast unmöglich oder zumindest sehr schwierig ( je nach Wohnsituation ) , in meinem Fall liegt die Quelle sehr wahrscheinlich in der Wohnung meines Vermieters . Ich wünsche dir jedenfalls das du die Störungsquelle findest !

  • Studio 97,1: Also, wenn das schon in Audio hineinsaut, ist ja fürchterlich.

    Hast du evtl. ein "Oszilloguck" und kannst (über einen Transformator) die Kurvenform des Netzes bestaunen?

    Die ist meist kein richtiger Sinus mehr, die Scheitelwerte sind durch Millionen Schaltnetzteile kleiner Leistung abgeplattet (Stromflußwinkel im Gleichrichter). Das bedeutet Oberwellen, die möglicherweise auch Geräte stören können. Ein Bekannter betreibt seit dieser Erkenntnis seine Plattenspieler an einem Sinus-Wechselrichter und meint, einen Unterschied zu hören.


    Ich hab das auch mal mit angesehen, als ich die Arbeitsweise einer USV testen wollte: wandelt sie immer oder nur bei Netzausfall?

    Das Ergebnis: Bei anwesender Netzspannung war ein gruseliger Sinus am Ausgang, das Netz wurde also durchgeschleift. Bei gezogenem Netzstecker sah der Sinus plötzlich aus wie aus einem Signalgenerator, auch die 230V~ stimmten exakt. Als Last diente während der Messung ein großes Röhrenradio, das sich den Unterschied und den Umschaltvorgang aber nicht anmerken ließ.


    Nächste Woche werde ich mal ein paar Experimente machen, ob man den Sinus für anschlossene Geräte mit vertretbarem Aufwand "reinigen" kann. Mir schwebt ein Reihenschwingkreis in der Zuleitung vor. Auf diese Weise hat eine findige "Laborratte" der TU Harburg aus einem Rechteck einen Sinus extrahiert, um damit magnetische Sensoren zu speisen - aber in Kleinsignaltechnik. Mal testen, ob das Prinzip auch in größer ansprechend funktioniert.

  • Die passenden Geräte habe ich leider nicht um mal in's Stromnetz hereingucken zu können.


    Ich finde das ganze sehr interessant.


    Ach ja, was mir noch einfällt : Sobald ich mit meinem Funkgerät sende und parallel das Mischpult läuft höre ich Störgeräusche von meiner Digitalen LED Wanduhr die am Strom hängt. Das ist dann aber kein Brummen sondern ein heller Ton der dann aus dem Mischpult kommt.


    Insgesamt eine sehr komplexe Sache.

    Standort --> Ostfriesland


    UKW & DAB(+) -->

    Sony XDR-S41D und S40DBP | Pioneer DEH-X6500DAB & X6700| Panasonic SA-PMX70B | TechniSat DigitRadio 210 | Soundmaster UR 170 WE | LG Stylus 2 | Pioneer MVH-290DAB


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  • Den Versuch mit dem Reihenschwingkreis habe ich letzte Woche durchgeführt, aber nur an Kleinspannung. Für Netzspannung fehlten mir vor allem genügend große MP-Kondensatoren und ich wollte risikolos messen können.

    Der Netz-Sinuns war, wie letzens schon beobachtet, stark "abgeplattet".

    Hinter dem Reihenschwingkreis sah der Sinus fast sauber aus. Es wurden tatsächlich mit wenig Aufwand viele Oberwellen zurückgehalten.


    Werte: ca. 5V~ aus kräftigem Trafo (Lehrmittel), 5 Ohm als Last, Reihenschwingkreis aus 9,9mH und 1000µF (Resonanz bei ca. 48Hz, also recht genau getroffen). Die 1000µF wurden als Bipolar-Elko aus zwei 2200µF-Elkos improvisiert, die Spule war eine Luftspule (Lehrmittel)

    Weitere Erkenntnis: Durch Spulen- und Elkoverluste war die Scheitelspannung hinter dem Reihenschwingkreis deutlich kleiner als am Trafo. Man muß also sehr auf verlustarme Bauteile achten, falls man es "in Groß" nachmachen möchte.

    Kurvenformen an den Bauteilen: AmKondensator recht sinusförmig, an der Spule eher "zackig" -> hier werden die Oberwellen aufgehalten.